Bayer Leverkusens Frauen-Team kämpft mit Torhüter-Krise nach Repohls Knieverletzung
Lotta WagnerTorwart-Probleme: Leverkusens Kapitän Repohl erneut verletzt - Bayer Leverkusens Frauen-Team kämpft mit Torhüter-Krise nach Repohls Knieverletzung
Bayer Leverkusens Frauenmannschaft erleidet nächsten Rückschlag: Torhüterin Friederike Repohl zieht sich erneute Knieverletzung zu
Die Frauenfußballabteilung von Bayer Leverkusen muss einen weiteren herben Dämpfer hinnehmen: Die 25-jährige Friederike Repohl, die eigentlich als Mittelfeldspielerin agiert, aber notgedrungen im Tor aushelfen musste, hat sich eine neue Knieverletzung zugezogen. Die Spielerin war erst kürzlich nach einer langen Zwangspause zurückgekehrt, die die Saison des Vereins bereits schwer belastet hatte. Ihr jüngster Ausfall trifft die Mannschaft in einer Phase, in der ohnehin ein Mangel an einsatzbereiten Torhüterinnen herrscht.
Repohls Pechsträhne begann im Oktober 2024, als sie sich eine Muskelverletzung im linken Oberschenkel zuzog und wochenlang ausfiel. Als sie endlich zurückkehrte, hatte Leverkusens Formkurve bereits stark nachgelassen. Das Team, das nach sieben Spielen mit 18 Punkten noch auf Platz zwei stand, rutschte bis Februar 2026 auf Rang vier ab – bei nun 28 Punkten aus 17 Partien. Als wichtige Torschützin und Mittelfeldspielerin fehlte Repohl der Mannschaft in entscheidenden Spielen, was kostbare Siege verhinderte.
Nun wird sie aufgrund eines Teilrisses des inneren Seitenbands im rechten Knie mindestens zwei weitere Monate pausieren müssen. Die Verletzungsmisere betrifft jedoch nicht nur Repohl: Die Ersatzkeeperin Charlotte Voll laboriert seit einer Schulteroperation im Juni 2024 an den Folgen einer AC-Gelenksverletzung und hat noch nicht wieder voll trainieren können.
Da keine weiteren erfahrenen Torhüterinnen zur Verfügung stehen, verpflichtete Leverkusen kurzfristig Rafaela Borggraefe als Notlösung auf Leihbasis. Die 25-jährige Nationalspielerin sprang ein – obwohl sie eigentlich eine sechsspielige Sperre des DFB wegen einer diskriminierenden Äußerung gegenüber einer Mitspielerin absitzen müsste. Ihr überraschender Einsatz war angesichts der personellen Notlage jedoch unvermeidbar.
Repohls wiederholte Ausfälle schwächen Leverkusens Saisonziel gleich doppelt: sowohl in der Offensive als auch nun im Tor. Bis zur Rückkehr von Voll und der Genesung Repohls bleibt der Mannschaft nichts anderes übrig, als sich auf Borggraefe zu verlassen. Ohne ihre Leistungsträgerinnen wird der Kampf um einen Platz unter den Top Drei der Frauen-Bundesliga zunehmend unsicherer.