Bauer Willi zieht sich aus dem Bloggen zurück – „Mentale Erschöpfung“ als Grund
Sophia KellerBauer Willi zieht sich aus dem Bloggen zurück – „Mentale Erschöpfung“ als Grund
Nach über zehn Jahren, in denen er sein Leben als Landwirt online geteilt hat, hat Willi Kremer-Schillings – besser bekannt als Bauer Willi – bekannt gegeben, dass er sich aus dem regelmäßigen Bloggen zurückzieht. Der deutsche Agrar-Influencer, der einen 40 Hektar großen Ackerbaubetrieb führt, nannte mentale Erschöpfung und den Druck der ständigen Online-Präsenz als Hauptgründe für diesen Schritt.
Bauer Willi startete seinen Blog vor mehr als einem Jahrzehnt, um den Alltag beim Anbau von Zuckerrüben, Raps und Getreide zu dokumentieren. Mit einer Promotion in Pflanzenbauwissenschaften entwickelte er sich zu einer respektierten Stimme der deutschen Landwirte und bot Einblicke in die moderne Landwirtschaft. Seine Plattform wurde zu einem Ort, an dem Follower sich intensiv austauschten und oft eigene Herausforderungen teilten.
Die Entscheidung, kürzertreten zu wollen, fällt nach Jahren einer anspruchsvollen Online-Präsenz. In einer Abschiedsbotschaft bedankte er sich bei seinen Lesern für ihre Treue und Unterstützung. Gleichzeitig würdigte er die gesundheitlichen Kämpfe einiger Kommentatoren und wünschte ihnen Mut und Kraft. Zwar bleibt der Blog weiterhin abrufbar, doch werden Updates künftig deutlich seltener erscheinen – vielleicht nur noch einmal pro Woche oder ausschließlich am Wochenende. Obwohl er sich von regelmäßigen Beiträgen verabschiedet, betont Willi, dass dies kein endgültiger Abschied sei. Er plane, weiterhin Öffentlichkeitsarbeit für die Landwirtschaft zu leisten, werde den Blog aber nicht mehr in der bisherigen Form fortführen.
Der Rückzug markiert das Ende einer Ära für Bauer Willis tägliche Updates, doch seine bestehenden Inhalte bleiben online verfügbar. Seine Follower werden weniger Posts sehen, doch sein Einfluss auf agrarpolitische Diskussionen wird voraussichtlich bestehen bleiben. Vorerst hat sich der Blogger dafür entschieden, sein Wohlbefinden in den Vordergrund zu stellen – und lässt dabei die Tür für künftige Aktivitäten einen Spalt offen.