Auszubildende verdienen 2025 bis zu 7,7 Prozent mehr – doch regionale Unterschiede bleiben
Sophia Keller"Zweiter Rekordanstieg in Folge": Ausbildungslöhne steigen deutlich - Auszubildende verdienen 2025 bis zu 7,7 Prozent mehr – doch regionale Unterschiede bleiben
Auszubildendengehälter in Deutschland steigen 2025 kräftig – mit Zuwächsen von über sieben Prozent in einigen Branchen
Die Ausbildungsvergütungen in Deutschland sind 2025 deutlich gestiegen, wobei einige Sektoren Anstiege von mehr als sieben Prozent verzeichnen. Der öffentliche Dienst liegt nun bei den Löhnen vorn und bietet die höchsten durchschnittlichen Monatsverdienste. Dennoch bleiben trotz des allgemeinen Lohnanstiegs erhebliche regionale Unterschiede bestehen.
In diesem Jahr stiegen die tarifgebundenen Ausbildungsvergütungen im Schnitt um 6,7 Prozent. In Industrie und Handel gab es noch stärkere Zuwächse: Hier erhöhten sich die Gehälter um 7,2 Prozent. Den größten Anstieg verzeichnete der öffentliche Dienst mit 7,7 Prozent – die durchschnittliche monatliche Vergütung liegt hier nun bei 1.329 Euro brutto, dem höchsten Wert aller Branchen.
Auszubildende in haushaltsnahen Dienstleistungen erhalten mittlerweile 1.295 Euro pro Monat, während ihre Kollegen in Industrie und Handel auf 1.266 Euro kommen. Im Handwerk liegt der Verdienst bei 1.093 Euro, und der tarifliche Durchschnitt für alle erfassten Betriebe beträgt 1.209 Euro brutto. Baden-Württemberg bleibt mit 1.257 Euro das Bundesland mit den höchsten Löhnen, wobei die Unterschiede zwischen den Regionen mit meist unter 40 Euro vergleichsweise gering ausfallen.
Seit 2020 hat sich die Kluft zwischen den Spitzenverdiener- und den Schlüsselländern jedoch vergrößert. Die fünf Bundesländer mit den höchsten Löhnen – Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Hamburg und Nordrhein-Westfalen – verzeichneten ein Wachstum von 15 bis 20 Prozent. Die fünf mit den niedrigsten Vergütungen – Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen – kamen dagegen nur auf 10 bis 15 Prozent. Dadurch stieg die monatliche Differenz von zuvor 100 bis 150 Euro auf nun 200 bis 250 Euro. Dennoch zahlen 15 Ausbildungsberufe weiterhin weniger als 1.000 Euro im Monat.
Die jüngsten Lohnerhöhungen haben die Einkommen der meisten Azubis gesteigert, besonders im öffentlichen Dienst. Doch die Unterschiede zwischen Regionen und Branchen bleiben bestehen. Während viele Auszubildende mittlerweile über 1.200 Euro verdienen, liegen einige Programme weiterhin unter der 1.000-Euro-Marke.