Arzt am Düsseldorfer Flughafen mit 326 verschreibungspflichtigen Tabletten gestoppt
Ella KrausArzt am Düsseldorfer Flughafen mit 326 verschreibungspflichtigen Tabletten gestoppt
68-jähriger Arzt am Düsseldorfer Flughafen mit über 300 verschreibungspflichtigen Tabletten gestoppt
Ein 68-jähriger Arzt wurde am Düsseldorfer Flughafen von Zollbeamten kontrolliert, nachdem diese in seinem Gepäck mehr als 300 verschreibungspflichtige Medikamente entdeckt hatten. Der Mann, der aus der Türkei eingereist war, konnte für die kontrollierten Substanzen keine erforderlichen Unterlagen vorweisen. Die Behörden haben inzwischen ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren eingeleitet.
Die Beschlagnahmung erfolgte, als der Reisende – ein Mediziner – die Zollkontrolle am Düsseldorfer Flughafen passierte. Die Beamten fanden 326 Tabletten in seinem Besitz, darunter 120 Ritalin-Pillen, die in Deutschland als Betäubungsmittel eingestuft werden. Die übrigen Medikamente waren ebenfalls verschreibungspflichtig.
Der Mann gab an, die Tabletten für ein Familienmitglied bestimmt zu haben. Da ihm jedoch die notwendigen ärztlichen Dokumente für das Ritalin fehlten, kam es zur Einziehung der Medikamente. Die Zollbeamten ließen ihn zwar seine Reise fortsetzen, behielten die Arzneimittel aber ein.
Besonders auffällig ist dieser Fall, weil in den vergangenen fünf Jahren in Deutschland keine vergleichbaren Vorfälle mit Ärzten und verschreibungspflichtigen Medikamenten öffentlich bekannt wurden. Zwischen 2021 und 2025 gab es keine Festnahmen oder Anklagen gegen Mediziner wegen des unerlaubten Transports von Betäubungsmitteln durch den Zoll.
Sobald die Ermittlungen abgeschlossen sind, werden die beschlagnahmten Tabletten gemäß den üblichen Vorschriften vernichtet.
Der Vorfall unterstreicht die strengen Kontrollen bei der Einfuhr von Medikamenten an deutschen Grenzen. Das Fehlen der erforderlichen Papiere führte zur Einziehung aller 326 Tabletten. Zwar durfte der Mann den Flughafen ohne weitere Verzögerung verlassen, doch das strafrechtliche Verfahren läuft bereits.