Aprilscherze in Rheinland-Pfalz: Von Feuerwehrpferden bis zu Rotwein-Whirlpools
Clara KrausAprilscherze in Rheinland-Pfalz: Von Feuerwehrpferden bis zu Rotwein-Whirlpools
Aprilscherze bringen Welle heiterer Ankündigungen in Rheinland-Pfalz
Dieses Jahr sorgte der 1. April in Rheinland-Pfalz für eine Flut humorvoller Meldungen – von skurrilen Einsatzfahrzeugen bis zu absurden Bauvorhaben. Lokale Persönlichkeiten und Institutionen wie Schloss Vollrads oder die Stadt Mainz beteiligten sich mit scherzhaften Streichen. Manche Ideen klangen fast zu verlockend, um wahr zu sein.
In Ahrweiler präsentierte die Freiwillige Feuerwehr überraschenden Nachwuchs in ihrer Flotte: ein Feuerwehrpferd. Das Tier, am 1. April als neues "Einsatzfahrzeug" vorgestellt, erntete bei den Anwohnern belustigte Reaktionen.
Unterdessen machte Schloss Vollrads im Rheingau Schlagzeilen mit Plänen für eine Therme. Das Weingut behauptete, auf seinem Gelände mineralstoffreiches Quellwasser entdeckt zu haben, und kündigte den Bau einer Wellness-Oase an – inklusive Hydro-Vinotherapie, einer Mischung aus klassischen Kuranwendungen und weinbasierten Therapien. Ein lokales Blatt im Ahrtal heizte die Stimmung weiter an, indem es über die Erfindung eines Winzers berichtete: einen Rotwein-Whirlpool.
In Mainz veröffentlichte der neu ernannte Baudezernent Ludwig Holle ein satirisches Video, in dem er ankündigte, alle Bauprojekte einzufrieren – um die zahlreichen seit Jahren verzögerten Baustellen als "historische Denkmäler" zu erhalten. Später stellte die Stadt klar, dass es sich um einen Scherz handelte und die Planungsprobleme weiterhin für Stillstand sorgen. Auch der FDP-Politiker Thomas A. Klann mischte mit: Auf Social Media verkündete er seinen Parteiaustritt zugunsten der CDU – nur um Stunden später zu gestehen, dass es ein Aprilscherz war.
Ein beliebter Metzger aus Mainz, nur als "Peter" bekannt, überraschte die Fans des Fußballclubs Mainz 05 mit der Meldung, er übernehme fortan den Posten des Küchenchefs beim Verein. Die am 1. April verbreitete Nachricht ließ manche hoffen, bald seine berühmten Würstchen im Stadionmenü zu finden.
Die Streiche reichten von verspielt bis absurd – doch spätestens am Abend war klar: Alles nur Spaß. Keine echten Beschlüsse wurden gefasst, und der Alltag in der Region kehrte zurück. Doch die Erinnerung an ein Feuerwehrpferd und weingefüllte Whirlpools wird wohl noch eine Weile nachwirken.






