Anschlag auf ICE-Zug in NRW: Zwölf Verletzte und Forderungen nach mehr Sicherheit
Sophia KellerAnschlag auf ICE-Zug in NRW: Zwölf Verletzte und Forderungen nach mehr Sicherheit
Anschlag auf ICE-Zug in Nordrhein-Westfalen: Mindestens zwölf Verletzte – Forderungen nach schärferen Sicherheitsmaßnahmen
Ein Mann hat am Donnerstag in Nordrhein-Westfalen Sprengkörper in einem ICE-Zug gezündet und dabei mindestens zwölf Menschen verletzt. Der Vorfall hat die Debatte um strengere Sicherheitsvorkehrungen im deutschen Hochgeschwindigkeitsnetz neu entfacht. Der stellvertretende CDU/CSU-Vorsitzende Stephan Stracke fordert nun schärfere Zugangskontrollen und erweiterte Überprüfungen in Zügen.
Der Angriff ereignete sich, als ein Fahrgast Sprengsätze zur Detonation brachte und weitere Gewalt androhte. Alle Verletzten erlitten leichte Wunden, doch das Ereignis wirft ernste Fragen zur Sicherheit im Schienenverkehr auf.
Erst im Januar hatten die Deutsche Bahn und die Bundesländer einen Notfall-Sicherheitsplan vereinbart. Dieser umfasste mehr Streifen, bessere Videoüberwachung und eine verbesserte Sauberkeit an Bahnhöfen. Stracke befürwortet diese Schritte, hält sie jedoch für unzureichend.
Er schlägt ein stufenweises Vorgehen vor, beginnend mit Großbahnhöfen, an denen die Kriminalitätsrate am höchsten ist. Zu seinen Vorschlägen gehören der Zugang zu den Bahnsteigen ausschließlich für Fahrgäste mit gültigem Ticket sowie Sicherheitskontrollen. Stracke argumentiert, dass Bahnfahren zunehmend unsicherer werde, und bezeichnet die aktuelle Situation als „inakzeptabel“.
Sein Fokus gilt dabei nicht nur den Reisenden, sondern auch dem Bahnpersonal, das seiner Meinung nach besseren Schutz benötige.
Der Anschlag auf den ICE-Zug setzt die Behörden unter Handlungsdruck. Strackes Pläne zielen darauf ab, die Sicherheit zunächst an zentralen Knotenpunkten zu erhöhen – etwa durch Ticketkontrollen und Screenings. Sollten diese Maßnahmen umgesetzt werden, könnten sie den Zugang zu Zügen für Fahrgäste künftig grundlegend verändern.






