Agit Kabayel siegt durch KO – und will jetzt gegen Usyk boxen
Agit Kabayel hat erneut seine Vorherrschaft in der Schwergewichtsklasse unter Beweis gestellt. Der deutsche Boxer verteidigte seinen WBC-Interims-Weltmeistertitel erfolgreich mit einem KO-Sieg in der dritten Runde gegen Damian Knyba in Oberhausen. Jetzt peilt er einen Showdown mit dem unangefochtenen Champion Oleksandr Usyk an – einen Kämpfer, den er zu den größten aller Zeiten zählt.
Kabayel ist seit 2011 Profi, doch sein Aufstieg zur weltweiten Bekanntheit gelang ihm erst 2023. In jenem Jahr feierte er spektakuläre Siege gegen Arslanbek Makhmudov, Frank Sánchez und Zhilei Zhang – allesamt im Rampenlicht der Riyadh Season-Veranstaltungen in Saudi-Arabien. Sein jüngster Triumph datiert vom 10. Januar 2026, als er gegen den bis dahin ungeschlagenen Polen Damian Knyba antrat. Das Duell endete schnell: Kabayel besiegte Knyba bereits in der dritten Runde durch technischen KO.
Trotz seiner Erfolge bleibt Kabayel ein Interims-Champion – ein Titel, der Boxer oft in der zweiten Reihe hält, ohne volle Anerkennung. Das Problem der abgeschotteten Zirkel im Boxsport, in denen verdiente Herausforderer übergangen werden, hat tiefe historische Wurzeln. Jack Johnson, der erste schwarze amerikanische Schwergewichtsweltmeister, wurde Anfang des 20. Jahrhunderts aufgrund von Rassismus systematisch benachteiligt. Kabayel hofft nun, ähnliche Barrieren zu durchbrechen, indem er einen Kampf gegen Usyk erzwingt – den Mann, der alle großen Schwergewichtsgürtel hält. Seine Fähigkeiten und seine Zähigkeit haben ihm Respekt im Sport eingebracht. Doch vorerst muss er auf seine Chance warten, die unangefochtene Krone zu erringen.
Der Sieg gegen Knyba hält Kabayels Schwung aufrecht. Der nächste Schritt könnte ein Aufeinandertreffen mit Usyk sein – ein Kampf, der seine Karriere definieren könnte. Bis dahin bleibt er der WBC-Interims-Champion, bereit für alles, was als Nächstes kommt.