31 January 2026, 10:24

Abschied von der Autobahnkirche: 15 Jahre Stille im Ruhrpott enden

Eine Kirche mit Turm und Uhr steht inmitten einer belebten Straße, umgeben von Gebäuden, Verkehr, Fußgängern und Bäumen unter einem klaren blauen Himmel.

Abschied von der Autobahnkirche: 15 Jahre Stille im Ruhrpott enden

Autobahnkirche im Ruhrgebiet schließt nach 15 Jahren ihre Türen

Die Autobahnkirche im Ruhrgebiet, ein Ort der Einkehr für Reisende im Ruhrgebiet, wird an diesem Samstag nach 15 Jahren endgültig geschlossen. Das Gebäude, das einst als Gast in einer Bochumer Kirchengemeinde untergebracht war, wurde an einen privaten Käufer verkauft und verliert damit seine Funktion als geweihter Raum für Andacht und Besinnung.

Die Kirche diente täglich etwa 15 Besuchern als ruhiger Rückzugsort und bot Trost für alle, die auf der Autobahn A40 unterwegs waren. Ihr prägendes Banner mit der Aufschrift "Komm zur Ruhe", das von der Straße aus sichtbar war, wurde für Pendler zu einem vertrauten Bild. Am Samstag werden diese Schilder und Transparente abgebaut – das Ende einer Ära.

Jährlich fand in der Kirche ein Gedenkgottesdienst für Verkehrsopfer aus Bochum und der Umgebung statt. Zudem waren Pläne für eine dauerhafte Gedenkstätte für Verkehrstote ausgearbeitet worden, doch diese werden nach dem Verkauf nicht mehr umgesetzt. Mit dem neuen Eigentümer ist es nicht länger möglich, in dem Gebäude christliche Gottesdienste abzuhalten.

Über die Jahre hinweg organisierte die Kirche besondere Veranstaltungen, darunter ein für 2025 geplantes Treffen von Motorradfahrern im Rahmen des jährlichen "Tags der Autobahnkirchen". Am Samstagmorgen wird sich die Gemeinde mit einem Abschiedstreffen von den Ehrenamtlichen verabschieden, die das Wirken der Kirche unterstützt haben. Die Identität des privaten Käufers bleibt unbekannt, da keine öffentlichen Unterlagen oder Quellen die Details der Transaktion bestätigen.

Mit ihrer Schließung hinterlässt die Autobahnkirche im Ruhrgebiet ein Erbe der Fürsorge für Reisende und des Gedenkens an diejenigen, die auf den Straßen ihr Leben verloren.

Die endgültige Entfernung der Schilder und Banner erfolgt am Samstag und beendet damit 15 Jahre Dienst an den Menschen. Das Abschiedstreffen mit den Ehrenamtlichen wird die letzte offizielle Veranstaltung in dem Gebäude sein. Ohne geweihten Raum enden nun die gemeindliche Rolle der Kirche und ihre jährlichen Traditionen für immer.