700 Menschen fordern in Düren Freiheit für die Kurden in Nordsyrien
Clara Kraus700 Menschen fordern in Düren Freiheit für die Kurden in Nordsyrien
"Freiheit für Kurdistan": 700 Menschen demonstrieren in Düren für Solidarität mit Nordsyrien
Am 28. Januar 2026 fand in Düren eine Kundgebung unter dem Motto "Freiheit für Kurdistan" statt. Organisiert vom Kurdischen Kulturverein Düren, versammelten sich rund 700 Teilnehmende, die in einem Marsch durch die Innenstadt ihre Solidarität mit der kurdischen Bevölkerung in Nordsyrien zum Ausdruck brachten.
Die Demonstration startete am Kaiserplatz und zog anschließend durch die Straßen Dürens. Die Mehrheit der Protestierenden blieb friedlich, doch leitete die Polizei zwei strafrechtliche Ermittlungsverfahren ein – eines wegen Beleidigung, ein weiteres wegen versuchter Körperverletzung. Mit einem starken Aufgebot sorgten die Beamten für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und den Schutz verfassungsmäßiger Rechte.
Im Mittelpunkt der Kundgebung stand die politische Lage in Nordsyrien, wo die autonome Selbstverwaltung der Kurden unter Druck gerät. Anfang Januar war eine einmonatige Waffenruhe verlängert worden, die eine schrittweise Eingliederung in die syrische Staatsstruktur vorsieht. Zwar wurden kulturelle Rechte teilweise anerkannt, doch gingen die Kontrolle über Grenzen und Ressourcen verloren. Besonders in Regionen wie Kobanê und Hasaka bleibt die Spannung hoch, während sich die humanitäre Krise weiter zuspitzt.
International fanden bis zum 1. Februar Solidaritätsaktionen statt. Die deutsche Partei Die Linke kritisierte den Abzug der USA aus der Region, und der kurdische Politiker Barzani bot Unterstützung durch die Peschmerga-Kräfte an. Seit der Demonstration in Düren gab es bis zum 1. Februar keine neuen Meldungen zur Entwicklung der Lage.
Die Veranstaltung in Düren endete ohne größere Zwischenfälle, auch wenn die beiden Ermittlungsverfahren noch andauern. Die Kundgebung unterstrich die anhaltenden Sorgen um die kurdische Autonomie in Syrien. Lokale und internationale Gruppen beobachten die weitere Entwicklung weiterhin genau – neue Informationen zur politischen Situation liegen derzeit nicht vor.