19 April 2026, 08:13

38.000 Unterschriften gegen geplante Schnellbahnstrecke Hannover–Bielefeld

Eine große Gruppe von Menschen marschiert auf einer von Bäumen gesäumten Straße während einer Protestdemo in Berlin, wobei einige Kameras halten und ein Gebäude im Hintergrund unter einem klaren Himmel zu sehen ist.

38.000 Unterschriften gegen geplante Schnellbahnstrecke Hannover–Bielefeld

Kampagne gegen geplante Schnellbahnstrecke zwischen Hannover und Bielefeld sammelt fast 38.000 Unterschriften in nur sechs Wochen

Gegner des Vorhabens argumentieren, dass eine Modernisierung des bestehenden Schienennetzes die bessere Lösung wäre – sowohl für das Klima als auch für die Kosten. Die unter dem Titel "Deutschlands Fahrplan überdenken" gestartete Petition fordert nun eine umfassende Überprüfung des nationalen Schienenverkehrsplans.

Die Protestaktion wurde von der Bürgerinitiative Widuland, dem Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband und lokalen Frauengruppen in Ostwestfalen organisiert. Gemeinsam sammelten sie über 31.000 Unterschriften auf Papier und weitere 6.600 online.

Das Bahnprojekt zielt darauf ab, die Reisezeit zwischen Hannover und Bielefeld von 48 auf 31 Minuten zu verkürzen. Zwölf mögliche Trassenvarianten wurden vorgeschlagen, die allesamt neue Gleise für Geschwindigkeiten von bis zu 300 km/h erfordern.

Kritiker halten die neuen Hochgeschwindigkeitsstrecken jedoch für überflüssig. Stattdessen fordern sie eine Aufwertung der bestehenden Strecken und eine Reduzierung der Höchstgeschwindigkeiten. Ihre Petition plädiert für einen Verzicht auf teure Infrastrukturneubauten zugunsten nachhaltigerer Alternativen.

Die Unterschriften sollen nun zur offiziellen Prüfung eingereicht werden. Sollte die Kampagne erfolgreich sein, könnte sie eine Neuausrichtung der Hochgeschwindigkeitspläne erzwingen. Die Debatte über die Abwägung von Tempo, Kosten und Umweltauswirkungen dauert derweil an.

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