121 neue Deutsche: Marl feiert bunte Einbürgerungszeremonie mit Musik und Nationalhymne
Lotta Wagner121 neue Deutsche: Marl feiert bunte Einbürgerungszeremonie mit Musik und Nationalhymne
121 Menschen erhalten in feierlichem Akt die deutsche Staatsbürgerschaft
In einer Zeremonie in der Marler Scharoun-Schule wurden insgesamt 121 Menschen offiziell zu deutschen Staatsbürgerinnen und Staatsbürgern vereidigt. Die Veranstaltung unterstrich einmal mehr die wachsende Vielfalt der Stadt, in der Menschen aus über 120 Nationen zu Hause sind. Unter den Eingebürgerten befanden sich auch 17 zuvor staatenlose Personen.
Die neuen Bürgerinnen und Bürger – darunter 56 aus Syrien, 16 aus der Türkei sowie kleinere Gruppen aus Polen und Ägypten – erhielten ihre Urkunden von Matthias Ruettgardt, dem stellvertretenden Leiter des Bürgerdienstes. Jede und jeder bekam eine Ausgabe des Grundgesetzes sowie eine Collage für Kinder unter zwölf Jahren überreicht. Für die musikalische Umrahmung sorgten der lokale Pianist Stephan Arnold und seine Tochter Jule, die als Geigerin auftrat.
Den Abschluss der Feier bildeten ein Gruppenfoto und das gemeinsame Singen der Nationalhymne. Allein in diesem Jahr hat Marl bereits 367 Menschen eingebürgert, davon 204 aus Syrien und 35 aus der Türkei. Dieser Anstieg spiegelt den bundesweiten Trend wider: 2024 verzeichnete Deutschland mit 292.020 Einbürgerungen einen Rekord – maßgeblich bedingt durch Reformen, die die Mindestaufenthaltsdauer von acht auf fünf Jahre verkürzt haben.
Vertreter der Stadt ermutigten die neuen Bürgerinnen und Bürger, sich aktiv in die Gesellschaft einzubringen und ihre Erfahrungen und Perspektiven zu teilen. Marl verkörpert diese Vielfalt: Rund 14.400 Einwohnerinnen und Einwohner mit Migrationshintergrund leben in der Stadt.
Die jüngste Einbürgerungsfeier bereichert die multikulturelle Gemeinschaft Marls weiter. Mit jedem Jahr erhalten mehr Menschen die Staatsbürgerschaft, was die Integration von Menschen unterschiedlichster Herkunft fördert. Die Reformen und lokalen Initiativen zielen darauf ab, das Verfahren zu vereinfachen und gleichzeitig die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu stärken.