1. FC Köln feuert Trainer Kwasniok – war es der falsche Zeitpunkt?
Der 1. FC Köln hat Cheftrainer Lukas Kwasniok nach einer Serie schwacher Ergebnisse entlassen. Die Entscheidung fällt trotz seiner früheren Erfolge, mit denen er den neu aufgestiegenen Verein aus der Abstiegszone gehalten hatte. Der erfahrene Fußball-Experte Peter Neururer bewertet den Schritt des Clubs als riskanten Wechsel zu einem kritischen Zeitpunkt.
Kwasniok hatte das Traineramt in Köln übernommen, als das Team um den Klassenerhalt in der Bundesliga kämpfte. Anfangs gelang es ihm, die Mannschaft aus den direkten Abstiegsrängen zu führen. Doch eine deutliche Leistungsverschlechterung – nur zwei Siege in 18 Spielen – führte schließlich zu seiner Entlassung in der ersten Hälfte der Saison 2023/24.
Assistenztrainer René Wagner hat nun interimistisch die Verantwortung übernommen und arbeitete zuvor eng mit Kwasniok zusammen. Zwar könnte Wagners Vertrautheit mit dem Kader vorteilhaft sein, doch Neururer zweifelt daran, ob ein Wechsel innerhalb desselben Trainerteams neue Lösungen bringen wird. Zudem deutete er an, dass interne Probleme zu Kwasnioks Abgang beigetragen haben könnten.
Neururer hinterfragte auch den Zeitpunkt der Entscheidung, besonders da Friedhelm Funkel als möglicher Nachfolger gehandelt wird. Der Club belegt aktuell Platz 15 in der Tabelle, nur zwei Punkte vor dem Relegationsplatz. Mit jedem Spiel wird der Kampf um den Klassenverbleib härter – und Neururer warnt, dass die Zeit für eine Wende knapp wird.
Kwasnioks Abgang bezeichnete Neururer als einen Fall von "Opfer des eigenen Erfolgs". Nach der Stabilisierung der Mannschaft stiegen die Erwartungen, doch die jüngsten Rückschläge ließen dem Verein kaum eine andere Wahl, als zu handeln.
Nun steht Köln eine entscheidende Phase unter Wagners Führung bevor. Das Team muss sich schnell verbessern, um nicht in den Abstiegskampf zu rutschen. Neururers Bedenken unterstreichen den Druck auf das neue Trainerteam, umgehend Ergebnisse zu liefern.






